Mehr Lkw-Verkehr und drohende Staus bei Hitze verschärfen Risiken für Tiere
Angesichts der Hitze und des zunehmenden Lkw-Verkehrs warnt der Deutsche Tierschutzbund vor den Gefahren für Tiere auf Transporten. Weil wegen des niedrigen Wasserstands auf deutschen Flüssen mehr Güter auf die Straße verlagert werden, drohen zusätzliche Staus. Der Deutsche Tierschutzbund fordert Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und Bundesverkehrsminister Steffen Bilger deshalb auf, während der Hitzeperiode umgehend ein bundesweites Verbot von Lebendtiertransporten zu verhängen.
Unkastrierte Hauskatzen können sich mit Wildkatzen verpaaren Kastration von Freigängerkatzen verringert Katzenleid und schützt Wildkatzen Bundesweite Kastrationspflicht entlastet Tierheime und Kommunen
Stuttgart. Anlässlich des Weltkatzentages am 8. August macht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) darauf aufmerksam, dass auch die Europäische Wildkatze besonderen Schutz braucht. Durch Kastration ihrer Hauskatzen können Menschen zum Schutz von Wildkatzen beitragen. Das hilft nicht nur der streng geschützten Wildtierart, sondern auch dabei, das Leid verwilderter Hauskatzen zu verringern und Tierheime zu entlasten.
Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landestierschutzverband Baden-Württemberg kritisieren die Pläne der neuen grün-schwarzen Landesregierung, aus der bisher unabhängigen Tierschutzbeauftragten eine Stabsstelle im Landwirtschaftsministerium zu machen. Die Tierschützer warnen, dass das Amt dann gegenüber der Hausspitze weisungsabhängig wäre und damit seine Unabhängigkeit verlieren würde.
Der Landestierschutzverband fordert alle Tierhalter auf, ihre Tiere vor den Folgen der starken Hitze zu schützen und auf die Bedürfnisse ihrer Tiere zu achten. Dazu gehört: Tiere grundsätzlich nicht im Auto zurücklassen, kühle Ausweichmöglichkeiten für Tiere in Außenanlagen schaffen, sowie für genügend Schattenplätze für Weidetiere sorgen. Für alle Tiere gilt: ausreichend Trinkwasser ist überlebensnotwendig.
Nachdem erst 2020 die erste Katzenschutzverordnung im Land in Kraft getreten ist, haben sich inzwischen schon über 20 Prozent der Kommunen in Baden-Württemberg dem Entschluss zu mehr Katzenschutz angeschlossen. Stefan Hitzler, Vorsitzender des Landestierschutzverbandes sieht dies als Ansporn: „Solange wir keine landesweite Katzenschutzvereinbarung erreichen, sind alle noch zögerlichen Städte und Kommunen aufgefordert diesem Beispiel zu folgen, um so weiteres Katzenleid zu verhindern.“
Weil der praktische Tierschutz vor dem Kollaps steht
Der Deutsche Tierschutzbund hat Klage gegen die Bundesrepublik, vertreten durch das Bundeslandwirtschaftsministerium, namentlich Bundesminister Alois Rainer, beim Verwaltungsgericht Köln eingereicht. Hintergrund ist die seit Jahren unzureichende Unterstützung von Tierheimen und tierheimähnlichen Einrichtungen durch den Bund. Nachdem die Bundesregierung trotz entsprechender Zusagen im Koalitionsvertrag erneut keine Mittel im Bundeshaushalt 2026 bereitgestellt hatte, sehe sich der Verband zu diesem rechtlichen Schritt gezwungen.
Tierschutzbund warnt vor Demontage der unabhängigen Landestierschutzbeauftragten
Mit Sorge blicken der Deutsche Tierschutzbund und sein Landestierschutzverband Baden-Württemberg auf die angekündigten strukturellen Veränderungen rund um das Amt der baden-württembergischen Landestierschutzbeauftragten. Aus Sicht der Tierschützer besteht die Gefahr, dass eine bislang unabhängige Stimme künftig politischen Interessen untergeordnet wird. Die Verbände fordern daher mit einem Schreiben an Ministerpräsident Cem Özdemir, die Position der Landestierschutzbeauftragten institutionell abzusichern und ihre Arbeit nachhaltig zu stärken.
Der Landestierschutzverband Baden-Württemberg verbindet mit den Koalitionsverhandlungen zwischen Bündnis 90/Die Grünen und CDU die klare Erwartung, dass sich die neue Landesregierung auf eine Verbesserung des Tierschutzes verständigt und bewährte Schutzinstrumente uneingeschränkt erhält.
Am 25 .April veranstaltete der Landesverband des Deutschen Tierschutzbunds in Baden-Württemberg seine jährliche Jahreshauptversammlung in Reutlingen.
Als Ehrengast stellte Ariane Kari den Anwesenden die vielfältigen Aufgabenbereiche der Landes- beziehungsweise Bundestierschutzbeauftragten vor. Zudem gab sie eine Einführung in das Projekt „Hundekunde“, eine neue Online-Plattform, die derzeit speziell für (angehende) Hundehalter*innen entwickelt wird.