Haustierregister: Durch Kennzeichnung und Registrierung vermisste Tiere schnell wiederfinden
von Redaktion LTschV-BW

Haustierregister: Durch Kennzeichnung und Registrierung vermisste Tiere schnell wiederfinden

Wenn Haustiere verschwinden, ist die Sorge natürlich groß. Die ganze Familie leidet, wenn der tierische Freund plötzlich nicht mehr da ist. Die Kennzeichnung mit Chip oder Tätowierung, verbunden mit einer Eintragung in ein Haustierregister, sorgt dafür, dass jedes Jahr tausende Tiere schnell und unkompliziert wieder nach Hause zurückgebracht werden können.
Klappt es mit der Kennzeichnung inzwischen recht gut, hapert es allerdings oft an der Registrierung. Zahlreiche Tiere verbringen daher unnötig lange Zeit in Tierheimen und ihre Besitzer im Ungewissen. Tierschützer appellieren deshalb eindringlich:
„Haustiere unbedingt kennzeichnen und registrieren lassen!“

Landesweit werden immer mehr Hunde und Katzen als Haustiere gehalten. Sie sind geliebte Familienmitglieder, deren Verlust oft große Auswirkungen hat. Nicht nur die Tierbesitzer vermissen ihre vierbeinigen Lieblinge schmerzlich, auch die betroffenen Tiere leiden unter der Trennung. Manche müssen wochenlang im Tierheim ausharren, bis endlich ein Tierhalter ausgemacht werden kann.

Dabei kann es jederzeit passieren: Der Hund erschrickt beim Spazierengehen, reißt sich los und rennt panisch davon. Die Katze kommt nicht mehr von ihren gewohnten Ausflügen zurück. Damit beginnen die große Ungewissheit und die Sorge um das Tier, samt der Befürchtung. „ist ihm vielleicht etwas zugestoßen“? Für die meisten Tierhalter und vor allem für Kinder, stellt dies eine große emotionale Belastung dar, die durch eine einfache Tierkennzeichnung und der dazugehörige Registrierung in den meisten Fällen vermieden werden könnte.

In der Regel werden entlaufene oder herumirrende Haustiere von besorgten Mitmenschen, Tierfreunden oder auch der Polizei oder Feuerwehr eingefangen und - so sie unverletzt sind - ins nächste Tierheim gebracht. Gerade in den Sommermonaten oder der Urlaubszeit kommen auffällig viele solcher „Fundkatzen“ in Tierheimen an. Viele Hauskatzen, die normalerweise „Freigang“ genießen, werden über die Urlaubstage über Freunde und Bekannte fremdversorgt. Sie dürfen in dieser Zeit oft auch nicht mehr ins Haus und fühlen sich entsprechend ausgeschlossen bzw. „im Stich gelassen“. Manche Katze macht sich dann auf die Suche nach neuer Gesellschaft und Zuwendung und wandert ab.

Sind diese Tiere gekennzeichnet und über ein Haustierregister gemeldet, können sie ihren Tierhaltern zugeordnet und schnell wieder zurückgegeben werden.
Der Deutsche Tierschutzbund hat für diese Fälle eigens das Haustierregister FINDEFIX eingerichtet. Der Eintrag ist kostenlos. Bei Verlust oder Auffinden eines Tieres ist außerdem über eine Hotline immer ein Ansprechpartner erreichbar. Tierheime und Katzenschutzinitiativen verfügen über Chiplesegeräte, um die elektronische Kennzeichnung eines Fundtiers auslesen und das Tier und seinen Besitzer zeitnah wieder zusammenführen zu können.

„Um verlorengegangene Tiere schnellstmöglich wieder zurückbringen zu können, ist es zwingend notwendig, die Tiere zu kennzeichnen und in mindestens einem Haustierregister anzumelden. Leider wird gerade dieser zweite Schritt, die Registrierung immer wieder versäumt und damit eine schnelle Zuordnung des Fundtiers im Notfall unnötig erschwert.“ so die Erfahrung des Vorsitzenden des Landestierschutzverbands Stefan Hitzler. Gleichzeitig stellt er klar: „Der Eintrag der Chip- oder Tätonummer im Haustierregister ist nicht Aufgabe der Tierarztpraxis. Der Tierarzt setzt nur den Transponder oder übernimmt die Tätowierung. Der Eintrag in ein Haustierregister ist die alleinige Aufgabe des Tierbesitzers. Über FINDEFIX beispielsweise geht das schnell, einfach und kostenlos - auch über das Internet. Mit nur wenigen Eingaben und Klicks sorgen die Halter so für mehr Sicherheit für Mensch und Tier.“

Ginge es nach Hitzler, wäre die Kennzeichnung und die Registrierung von Hunden und Katzen schon lange eine gesetzliche Pflicht. Nicht nur weil vermisste Tiere so schnell zurück zu ihren Besitzern zurückgebracht werden können, sondern auch weil das illegale Aussetzen und Zurücklassen von Hunden und Katzen so erschwert würden.
Gleichzeitig weist Hitzler darauf hin, wie wichtig es ist, seine Hauskatze und -kater kastrieren zu lassen, wenn sie regelmäßigen Zugang ins Freie genießen. Die Kastration verhindert ungewollten Katzennachwuchs und damit die weitere Verelendung der sog. frei lebenden Hauskatzen.

Weiterführende Informationen:

FINDEFIX - das kostenlose Haustierregister des Deutschen Tierschutzbund e.V.

 

Mitmachen:

Für eine bundesweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht!

 

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