Der Frühlingsanfang ist der Beginn der Brutsaison
von Redaktion LTschV-BW

Der Frühlingsanfang ist der Beginn der Brutsaison

Viele Vögel haben bereits angefangen zu brüten. Die ersten Kröten beginnen mit ihrer gefährlichen Wanderung zu den Laichgebieten. Der Landestierschutzverband appelliert an alle Mitbürger*Innen auf unsere einheimischen Wildtiere Rücksicht zu nehmen und ihnen, wo immer es möglich ist zu helfen.

Der Frühling hat begonnen und die Tage sind bereits spürbar länger geworden. Das ist für viele Wildtiere das auslösende Signal mit der Brutzeit zu beginnen. Schon zahlreiche einheimische Singvögel sitzen auf ihren Eiern und die ersten Amphibienwanderungen haben begonnen.
Stefan Hitzler, Vorsitzender des Landestierschutzverbandes, appelliert an alle Mitbürger*Innen deshalb eindringlich, derzeit auf unsere Wildtiere besondere Rücksicht zu nehmen: „Gerade Wildtiere brauchen unsere Hilfe und Unterstützung, geht ihr natürlicher Lebensraum doch immer mehr zurück. Gleichzeitig setzt der Klimawandel viele einheimische Tierarten zusätzlich unter Druck, weil sich die Wachstums- und Blühphasen der Nahrungspflanzen zunehmend verschieben. Umso wichtiger ist es, unseren Wildtieren zu helfen, wo immer es möglich ist.“

Jeder kann etwas tun - Mitmachen ist einfach:
Verantwortungsvolle Gartenbesitzer unterlassen schon von sich aus im Frühjahr massive Schnitt- oder Rodungsmaßnahmen zum Schutz der dort lebenden Tiere.
Nicht ohne Grund dürfen sogar nach Naturschutzrecht in der Brutzeit - also in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September - keine radikalen Baum- und Heckenschnitte mehr durchgeführt oder diese komplett entfernt werden. Um Nester und Jungtiere zu schützen, sind in dieser Zeit nur schonende Form- und Pflegeschnitte zulässig (BNatSchG § 39 Absatz 5 Satz 2).
Echte Tierfreunde denken noch einen Schritt weiter, indem sie bspw. zusätzlichen Wohnraum im Garten schaffen und rechtzeitig Nistkästen und Wohnhöhlen anbringen.

Derzeit machen sich auch viele Amphibien wieder auf dem Hin- und Rückweg zu ihren Laichgewässern. Um diese immer seltener werdenden Tiere - bzw. auch ihre zweibeinigen Helfer - zu schützen, sollten Autofahrer in der Dämmerung und nachts an den bekannten Wanderrouten unbedingt langsam und vorsichtig fahren. Noch effektiver sind nächtliche Sperrungen der besonders frequentierten Strecken, um den gefährdeten Kröten, Fröschen und Molchen das Überleben zu sichern.

Auch Menschen, die sich gerne in der Natur aufhalten, können viel für den Tierschutz tun. Um die Kinderstuben der Wildtiere möglichst wenig zu gefährden, lautet die oberste Regel für alle Wanderer, Jogger, Mountainbiker und Spaziergänger gerade jetzt: „auf den Wegen bleiben und nicht querfeldein laufen oder fahren“.
Vor allem Hundehalter sollten in der Zeit der Jungtieraufzucht ihre Hunde besonders gut im Auge behalten. Glücklicherweise gibt es in unseren Wäldern noch keinen Leinenzwang für Hunde. Wer sich aber nicht absolut sicher ist, dass sein Hund immer in unmittelbarer Nähe bleibt und jederzeit abrufbar ist, sollte ihn aus Sicherheitsgründen für die Wildtiere aber auch das eigene Tier immer anleinen.

„Schon durch ein wenig Mitdenken und Rücksichtnahme kann jede/r etwas dazu beitragen, dass Wildtiere ihren Nachwuchs ungestört aufziehen können und die Lebendigkeit unserer Natur erhalten bleibt,“ so das Fazit von Stefan Hitzler.

 

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